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Fragen und Antworten (FAQs)

Ist die Software mit bestehenden Reporting-Standards (CSRD, ESRS) kompatibel?

A: Ja, unsere Software ist vollständig mit CSRD und ESRS kompatibel. Wir verfolgen alle regulatorischen Entwicklungen aufmerksam und integrieren Änderungen direkt in die Plattform. So bleibt Ihr Reporting stets aktuell und im Einklang mit den EU-Nachhaltigkeitsanforderungen.

Wie lange dauert eine typische doppelte Wesentlichkeitsanalyse mit der Software?

A: Wenn Sie eine quantitative Umfrage einbeziehen, dauert eine typische Analyse etwa 4–6 Monate, vor allem wegen der Abstimmung und Koordination mit mehreren Interessensgruppen. Treffen Sie Entscheidungen auf Basis verfügbarer Sekundärdaten mit begrenzter Beteiligung, kann der Prozess deutlich kürzer sein.

Wie unterstützt die Software bei der Sicherstellung von Datenqualität und -nachvollziehbarkeit?

A: Unsere Software enthält ein Logbuch, das alle Änderungen einschließlich der Verantwortlichen erfasst und so vollständige Nachvollziehbarkeit und hohe Datenqualität gewährleistet.

Für welche Unternehmensgrößen und Branchen ist die Software geeignet?

A: Die Software eignet sich für Unternehmen jeder Größe und Branche. Sie können zwischen einer quantitativen Umfrage plus Workshops/Interviews oder – für kleinere Unternehmen – ausschließlich Workshops/Interviews wählen.

Wie werden Nutzer geschult (Tutorials, Webinare, Support)?

A: Unsere Software enthält das Caribou-Navigationssystem, das die Nutzer Schritt für Schritt unterstützt. Außerdem entwickeln wir eine Peer Academy mit Tutorials und Videos. Zusätzlich bieten wir individuelle Beratung und Nachhaltigkeitssupport an, wenn Sie über Fragen zu den Softwarefunktionen hinaus Unterstützung benötigen.

Wie visualisiert die Software die Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse?

A: Die Software erstellt eine 5×5-Matrix mit den Achsen für finanzielle Wesentlichkeit und Impact-Wesentlichkeit. Zusätzlich wird eine Kommunikationsmatrix bereitgestellt, die zeigt, welche Themen wesentlich, doppelt wesentlich oder nicht wesentlich sind, sodass die Ergebnisse leicht interpretiert und kommuniziert werden können.

Können Ergebnisse exportiert werden (z. B. für Nachhaltigkeitsberichte)?

A: Ja! Unsere Software ermöglicht es, nicht nur die Ergebnisse, sondern den gesamten Bericht zu exportieren. Sie können ihn bei Bedarf anpassen, die Standardversion kann jedoch direkt an Ihren Wirtschaftsprüfer übermittelt werden.

Kann ich mehrere Wesentlichkeitsanalysen über die Jahre durchführen und deren Ergebnisse speichern?

A: Ja, unsere Software speichert alle Wesentlichkeitsanalysen, und Sie können die Ergebnisse jederzeit abrufen – zum Vergleich, für Berichte oder zur strategischen Auswertung.

Wie häufig sollte eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt werden?

A: Eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse sollte in der Regel alle 2 Jahre durchgeführt werden oder früher, wenn sich das Geschäftsmodell oder das Umfeld des Unternehmens erheblich verändert.

Warum ist eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse für Unternehmen wichtig, und welche Vorteile bringt sie?

A: Eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse ist wichtig, weil sie beide Blickrichtungen aufzeigt: wie ökologische und soziale Faktoren die finanzielle Lage eines Unternehmens beeinflussen und welchen Einfluss das Unternehmen selbst auf Umwelt und Gesellschaft hat. Dieser Ansatz hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen, Chancen zu nutzen und die langfristige Widerstandsfähigkeit zu stärken. Gleichzeitig erfüllt das Unternehmen damit die Anforderungen der CSRD und schafft die Grundlage für eine glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategie und ein Reporting, dem Stakeholder vertrauen können.

Welche regulatorischen Anforderungen (CSRD, ESRS) stehen hinter der doppelten Wesentlichkeit? Und muss mein Unternehmen nach CSRD berichten?

A: Das Prinzip der doppelten Wesentlichkeit ist ein zentrales Element der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und wird durch die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) konkretisiert.
Müssen Sie unter der CSRD berichten?
Nach den aktuellen regulatorischen Entwicklungen (inkl. Omnibus-Vereinfachungsvorschlägen) liegt der Fokus künftig stärker auf großen Unternehmen. Grundsätzlich gilt die CSRD für:
EU-Unternehmen:
• Mehr als 450 Mio. € Nettoumsatz am Bilazstichtag, und
• Mehr als 1.000 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
Drittstaaten-Unternehmen:
Mindestens 450 Mio. € EU-Nettoumsatz, und
Zusätzlich mindestens eines der folgenden Kriterien in der EU:
• Eine Tochtergesellschaft mit mehr als 200 Mio. € Nettoumsatz, oder
• Eine Betriebsstätte mit mehr als 200 Mio. € Nettoumsatz
Zeitliche Verschiebung („Stop-the-clock“)
Im Rahmen der sogenannten Stop-the-clock-Entscheidung wurde der Anwendungsbeginn der CSRD um zwei Jahre verschoben. Das bedeutet, dass die Berichtspflichten in der Praxis zwei Jahre später als ursprünglich geplant starten.

Werden Updates zu regulatorischen Änderungen berücksichtigt?

A: Ja. Wir verfolgen alle regulatorischen Entwicklungen kontinuierlich und integrieren Änderungen direkt in die Plattform. So bleibt Ihr Reporting stets aktuell und vollständig im Einklang mit den EU-Nachhaltigkeitsanforderungen.

Ist unser Modul zur doppelten Wesentlichkeit mit dem VSME-Standard kompatibel? Gibt es Vorteile, auch wenn unser Unternehmen nicht unter die verpflichtende CSRD-Berichterstattung fällt?

A: Ja, unser Modul zur doppelten Wesentlichkeit ist vollständig mit dem freiwilligen VSME-Standard kompatibel. Für KMU ist eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse zwar nicht verpflichtend, doch unser Modul macht sie besonders wertvoll. Mit seiner Nutzung können Sie:

·       Eine Nachhaltigkeitsstrategie auf Basis von Fakten und klaren Prioritäten entwickeln.
·       Größeren Kunden, Lieferanten und Finanzierungspartnern eine nachvollziehbare und fundierte Methodik vorweisen.
·       Ihre Wettbewerbsfähigkeit in Lieferketten erhöhen, in denen Nachhaltigkeitskriterien zunehmend entscheidend sind.
·       Ihr Unternehmen frühzeitig und strukturiert auf mögliche zukünftige Regulierung vorbereiten und so kostspielige Anpassungen vermeiden.

Warum erfordert die doppelte Wesentlichkeit die Beteiligung unterschiedlicher Interessensgruppen?

A: Die Einbeziehung unterschiedlicher Stakeholder – etwa Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten, Investoren und die Zivilgesellschaft – stellt sicher, dass die Bewertung wesentlicher Nachhaltigkeitsthemen ein breites Spektrum an Perspektiven und Fachwissen abbildet. EFRAG empfiehlt diese Einbindung ausdrücklich als Bestandteil einer fundierten doppelte Wesentlichkeitsanalyse.

So können Unternehmen zentrale Risiken und Chancen erkennen, fundierte Entscheidungen treffen und eine glaubwürdige, transparente Nachhaltigkeitsstrategie und Berichterstattung entwickeln. Sind bestimmte Themen bereits gut durch Forschung, Branchenverbände oder Sektorstudien abgedeckt, kann eine direkte Stakeholder-Beteiligung unter Umständen entfallen, da ausreichend Informationen für fundierte Urteile vorliegen.

Was ist eine Wesentlichkeitsanalyse? Was ist der Unterschied zwischen Impact-Materialität und Financial-Materialität?

A: Wesentlichkeit bedeutet, die wichtigsten sozialen, ökologischen und Governance-Themen (ESG) für ein Unternehmen und seine Stakeholder zu identifizieren. Eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse bewertet dabei sowohl:

-die finanziellen Risiken und Chancen, die diese ESG-Themen für das Unternehmen darstellen (finanzielle Wesentlichkeit), als auch
-die positiven und negativen Auswirkungen des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft (Impact-Wesentlichkeit).

Da beide Perspektiven gleich wichtig sind, wird dieser Ansatz als doppelte Wesentlichkeit bezeichnet.

Was sind Auswirkungen, Risiken und Chancen?

A: Auswirkungen: Es gibt positive sowie negative Auswirkungen eines Nachhaltigkeitsthemas auf die Umwelt oder die Gesellschaft. Auswirkungen können beispielsweise die Förderung von Biodiversität, die Verbesserung der Lebensqualität in Gemeinden oder die Verringerung von Treibhausgasemissionen umfassen. Negative Auswirkungen könnten Umweltverschmutzung, Verlust von Lebensräumen oder soziale Ungleichheiten sein.

Risiken und Chancen:
-Finanzielle Risiken beziehen sich auf mögliche negative finanzielle Konsequenzen, die aus ökologischen oder sozialen Faktoren resultieren können. Diese können beispielsweise durch strengere Umweltauflagen, Ressourcenknappheit oder Veränderungen im Konsumentenverhalten entstehen. Solche Risiken können die Kosten erhöhen, Umsätze mindern oder den Wert von Vermögenswerten verringern.
-Finanzielle Chancen hingegen beziehen sich auf mögliche positive finanzielle Vorteile, die durch Nachhaltigkeitsthemen entstehen können. Dazu gehören Kosteneinsparungen durch effizientere Ressourcennutzung, neue Marktchancen durch nachhaltige Produkte und Dienstleistungen sowie eine gesteigerte Markenreputation, die zu höheren Umsätzen führen kann.

Die Bedeutung der Auswirkungen eines Nachhaltigkeitsthemas wird anhand von 4 Kriterien gemessen:
1. Ausmaß der Auswirkungen: Dies bezieht sich auf die Größe und das Ausmaß der Umwelt-, Sozial- und Governance-Auswirkungen eines Unternehmens, etwa wie weitreichend und schwerwiegend diese sind.
2. Umfang der Auswirkungen: Das hängt damit zusammen, wie weit verbreitet die Auswirkungen sind, und bezieht sich darauf, in welchen Regionen - lokal, regional, national oder global - die Aktivitäten eines Unternehmens ökologische und soziale Auswirkungen haben.
3. Behebbarkeit der Auswirkungen: Dies beschreibt, inwieweit die Auswirkungen des Unternehmens unumkehrbar oder nicht wieder gutzumachen sind, also die dauerhaften Folgen seiner Tätigkeiten.
4. Wahrscheinlichkeit der Auswirkungen: Dies gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass die potenziellen Umwelt-, Sozial- und Governance-Auswirkungen des Unternehmens tatsächlich eintreten werden.

Die Bedeutung der einzelnen Themen für die finanzielle Wesentlichkeit wird anhand von 2 Kriterien gemessen:

1. Ausmaß der Auswirkungen: Dies bezeichnet das Ausmaß, in dem ökologische, soziale und Governance-Faktoren die wirtschaftliche Leistung und Finanzlage eines Unternehmens beeinflussen können.
2. Wahrscheinlichkeit der Auswirkungen: Hierbei geht es um die Einschätzung, wie wahrscheinlich es ist, dass sich bestimmte ökologische, soziale und Governance-Faktoren auf die finanzielle Performance des Unternehmens auswirken werden.

F9: Brauche ich immer eine quantitative Umfrage, oder reichen Workshops/Interviews für eine CSRD-konforme doppelte Wesentlichkeitsanalyse aus?

A: Sie können die Vorgehensweise je nach Größe und Entwicklungsstand Ihres Unternehmens wählen. EFRAG empfiehlt als Best Practice eine quantitative Umfrage, die durch Workshops, Interviews oder andere partizipative Methoden validiert wird. Für kleinere Unternehmen, die am Anfang ihrer Nachhaltigkeitsreise stehen, können jedoch auch Workshops oder Interviews ausreichend sein. Mindestens sollte eine Form der partizipativen Einbindung erfolgen; Umfragen sind empfohlen, aber optional.

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